Hinweise und Informationen

Hinweise und Informationen

Zu allen Projekten, die wir betreiben, ein paar Hinweise und Informationen, die sich im Laufe der Zeit als hilfreich erwiesen haben.


Die in unseren Videos gezeigten Handlungen sollten nicht nachgemacht werden und wir übernehmen keine Verantwortung oder Haftung.
Alle gezeigten Personen waren sich vor den Touren aller möglicher Gefahren bewusst und haben freiwillig teilgenommen.

Was ist Urbex?

Urbex ist die Abkürzung für Urban Exploration oder Urban Exploring. Beim Urbexen geht es darum, verlassene Gebiete und verlassene Gebäude, sogenannte Lost Places, zu erkunden, oftmals auch die Erkundung städtischer (urbaner) Gebiete.

Take nothing with you, leave nothing but footprints.

  • Dazu muss man wohl nicht viel schreiben, denn jeder Urbexer kennt diesen Spruch und sollte ihn befolgen.
    Nimm nichts mit und hinterlasse nur Fußspuren.

Nice to know, but not to have.

  • Auf vielen Lost Places kann man spannende und interessante Dinge finden, sehr oft auch Relikte aus Kriegszeiten oder von ehemals stationierten Einheiten auf militärischen Lost Places.
    Das Aneignen und der Besitz kann eine Straftat darstellen (z.B. Verstoßes gegen das Waffengesetz), ebenso das Veräußern und mit zum Teil hohen Geldstrafen und langen Haftstrafen belegt werden. (Entschieden wird hier nach Schwere und Umstand)
  • Selbst das Mitnehmen von Kleinigkeiten kann unter Umständen als Diebstahl betrachtet werden und ist somit auch eine Straftat (§ 242 StGB). Auch hier wird aber wieder nach der Verhältnismäßigkeit entschieden.

Erlaubnis / Hausfriedensbruch

  • Wenn du Urbex praktizierst, dann mache das nur an Orten und in Gebäuden, wo du vom Eigentümer eine Zutrittserlaubnis hast.
  • Widerrechtlicher Zutritt kann dem Gesetz nach Hausfriedensbruch bedeuten und stellt somit eine Straftat dar.
    Die rechtlichen Konsequenzen variieren zwischen einer Geldstrafe und einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr (§§ 123 und 124 StGB).
    Es wird hierbei jedoch immer noch nach befriedetem und unbefriedetem Gelände unterschieden und nur auf Antrag ein Strafverfahren eingeleitet.

Sicherheit

  • Gehe nicht in einsturzgefährdete Gebäude und mache nichts, was illegal ist. Man kann sich noch so sicher sein, doch am Ende sollte man auch mal auf sein Bauchgefühl hören.
  • Oftmals werden Lost Places besonders im urbanen Bereich von Obdachlosen, Drogensüchtigen und Kriminellen benutzt. Achtet immer auf eure Sicherheit und versucht bei Kontakt ruhig zu bleiben und bringt euch nicht in Gefahr.
  • Bei Feststellung krimineller Handlungen solltet ihr dringend auf Abstand gehen und die Polizei informieren.
  • Feste Kleidung und Schuhwerk sollten ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden und können euch vor so manchen Unannehmlichkeiten und Verletzungen schützen. (hier eine kleine Auswahl unserer Ausrüstung)
  • Ihr solltet immer ein kleines Erste Hilfe Set mit euch führen, um eine schnelle Erstversorgung zu gewährleisten. (regelmäße Auffrischung des Erste Hilfe Kurses sollte selbstverständlich sein)
  • Der Einsatz eines Torniquet (Adernpresse) gilt im privaten Bereich als Umstritten. Polizei, Rettungskräfte und das Militär (im Rahmen des TCCC oder auch Traumabox genannt) führen dieses mit sich, auch zur Eigensicherung.
    Wenn ihr ein Torniquet mit euch führt, seid euch bitte der Anwendung und Konsequenzen bewusst.

Waffen- und Munitionsfunde

  • Auf vielen ehemaligen militärischen Lost Places liegen noch Munitions- und Waffenreste, welche den örtlichen Behörden zu melden sind. Polizei und Feuerwehr sind zu benachrichtigen die dann entscheiden, wie weiter verfahren wird. Auf jeden Fall Finger weg. VORSCHT: LEBENSGEFAHR!
  • Das Aneignen, der Besitz und das Veräußern stellen eine Straftat dar. (s.w.o.)

Mitführen von Waffen / Waffengestz

In der Urbex Szene ist dieses Thema oftmal sehr umstritten und wird unterschiedlich betrachtet. Ich habe in über 35 Jahren sehr viele verschiedenen Meinungen dazu gehört und musste mich zum Teil sehr wundern, was einige Urbexer zu ihrer Sicherheit mit sich führen.
Informiert euch vorher, was ihr führen dürft und wo ein Verstoß gegen das Waffengestz beginnt, denn es können empfindliche Geld- oder sogar Haftstrafen auf euch warten.

  • Generell gibt der Verstoßt gegen das Waffengestz (WaffG) als Straftat und kann mit einer Geldstrafe oder in Schwere auch mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden.
  • Im Waffengetz ist genau geregelt, welche Gegenstände als Waffen bezeichnet werden und unter welchen Voraussetzungen man eine Schusswaffe tragen darf.
  • Hier bei kommt es darauf an, ob ihr eine Gas-, Schreckschuss- oder Signalwaffe mit euch führt (kleiner Waffenschein notwendig und PTB-Prüfsiegel beachten), oder eine sogenannte scharfe Waffe (Waffenbesitzkarte und großer Waffenschein notwendig).
  • Auch das Führen eines Messers mit zu langer Klinge ist ein Verstoß gegen das Waffengesetz, genauso wie Einhandmesser.
  • Der Besitz und das Führen von Pfefferspray ist grundsätzlich erlaubt, nur sollte man hier auch ein paar Dinge beachten.
  • Handelt sich um ein sogenanntes Tierabwehrspray, gibt es für den Erwerb nicht einmal eine Altersbeschränkung. Das Führen laut Waffengesetz ist für jeden und jede legal.
  • Anders verhält es sich bei Sprays, die zur Abwehr von Menschen dienen. Hier gebe es Altersbeschränkungen (ab 14 Jahren) für Kauf und Besitz, der nach dem Waffengesetz geregelt ist.
  • Der Einsatz einer Waffe sollte sehr wohl überlegt sein und als absolute letzte Instanz der Verteidigung gewählt werden, da Personenschäden oder das Beenden eines Lebens nicht rückgängig zu machen sind.
  • Beschäftigt euch mal mit den Schlagworten Affekthandlung, Totschlag und Mord. Wird von vielen belächelt, weil sie dann ja nur in Notwehr handeln. Meiner Meinung nach aber wichtig. Auch hier greifen dem Strafgesetz nach Schwere und Umstand (Notwendigkeit) und können euch für viele Jahre ins Gefängnis bringen.

Rauchen, Feuer offenes Licht

  • Ein sehr oft unterschätztes Themengebiet sind Rauchen, Feuer und offenes Licht, welche zu verheerenden Ausmaßen führen können. (von Personen- bis Objektschäden)
    Mein Lieblingsbeispiel ist und bleibt hierbei die ehemalige Heeresreitschule Krampnitz – Verwendung eines Einmalgrills in einem Gebäude.
  • Unachtsam weggeworfene Zigaretten, Feuer auf dem Gelände oder sogar in Gebäuden haben schon zu viel Zerstörung und sinnlosen Einsätzen und Feuerwehr und Polizei geführt und zu Teil- und Komplettsperrungen, oder vorzeitigen Abrissen von Gebäuden gesorgt, weil die Einsturzgefahr danach sehr hoch war.
  • Auch das Grillen auf einem Lost Place oder in Gebäuden sollte vermieden werden, weil hier Vergiftungen und fahrlässige Brandstiftung möglich sind. (Ausnahme ein echter Survivalfall – wird dann vor Gericht entschieden)